Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät - Politikwissenschaft

Veröffentlichungen

Hier finden Sie Veröffentlichungen von Prof. Dr. Christoph Butterwegge:

 

Armut im Alter
Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung

393 Seiten, kartoniert, 14 x 21,3 cm
Ca. D 19,90 € · A 20,50 € · CH 28,90 Fr
ISBN 978-3-593-39752-8

Altersarmut ist ein Problem, das häufig mit der Alterung unserer Gesellschaft in
Verbindung gebracht wird. Die drohende Verarmung
von Millionen älteren Menschen in Deutschland ist aber vor allem
auf sinkende Reallöhne, den expansiven Niedriglohnsektor, entsprechende Reformen
des Arbeitsmarktes und  eine  falsche  Rentenpolitik  zurückzuführen:
Mit  der  Riester-Reform  und  weiteren  Maßnahmen
(Aussetzung der jährlichen Rentenanpassung, Beendigung der Beitragszahlungen
für Langzeitarbeits-lose  usw.)  wurde  das  für  den  Sozialstaat  grundlegende  Prinzip 
der  Lebensstandardsicherung  in  der Rentenversicherung aufgegeben.
Absehbare Folgen sind eine noch stärkere Polarisierung der Gesellschaft in Arm und Reich
sowie eine »Reseniorisierung« der Armut. In diesem Band geben Expertinnen  und  Experten
erstmals  einen  umfassenden  Überblick  über  die  aktuellen  Risiken,  Erscheinungs-
formen  und  Ursachen  von  Altersarmut  in  Deutschland. 
Darüber  hinaus  diskutieren  sie  ein  ganzes Bündel möglicher Maßnahmen
für eine gerechte und solidarische Alterssicherung.

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Krise und Zukunft des Sozialstaates
Von Christoph Butterwegge


Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 4., überarb. u. erw. Auflage 2012.  
456 Seiten. Gebunden. EUR 24,95
ISBN 978-3-531-15851-8
 
Heute leugnet kaum noch jemand, dass sich der Sozialstaat in einer tiefen Krise befindet,  
aber ist es tatsächlich die Krise des Sozialstaates, oder wird dieser nur zum Hauptleid-
tragenden einer Entwicklung, deren Ursachen ganz woanders liegen? Um welche  
Sachfragen und Kontroversen es bei der Diskussion darüber geht, macht dieses Buch  
deutlich. Sein Verfasser stellt Zusammenhänge zwischen der Entwicklung des Welt-
marktes („Globalisierung“), dem demografischen Wandel sowie den Strategien von  
Parteien und gesellschaftlichen Interessengruppen her. Inhaltlich schlägt Butterwegge  
einen weiten Bogen von den Bismarck’schen Sozialreformen im 19. Jahrhundert über die  
Entwicklung des Wohlfahrtsstaates nach dem Zweiten Weltkrieg sowie seinen „Um-“ bzw.  
Abbau in der Gegenwart bis zu einer solidarischen Bürgerversicherung, die seiner  
Meinung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen vorzuziehen und am ehesten  
geeignet ist, das historische Projekt der Gewährleistung sozialer Sicherheit und Gerech-
tigkeit durch Staatsintervention fortzusetzen. Daneben werden konkrete Alternativen zur  
gegenwärtigen Arbeitsmarkt-, Wirtschafts-, Finanz-, Steuer- und Familienpolitik erörtert.

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Armut in einem reichen Land
Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird

2012, 3., akt. Aufl., kart.,  400 Seiten
D 24,90 € / A 25,60 / CH 35,90 Fr.*
ISBN 978-3-593-39605-7

Armut in der reichen Bundesrepublik ist eine extreme Ausprägung sozialer Ungleichheit. Dennoch wird sie in der öffentlichen Debatte nicht ernst genommen. Christoph Butterwegge analysiert die gesellschaftlichen Hintergründe des Armutsproblems und die ideologischen Ursachen ihrer Verharmlosung.

"Armut in Deutschland" ist zuletzt aus einem Tabu- beinahe zu einem Top-Thema geworden. In Talkshows werden die Hartz-Gesetze, die Benachteiligung von Kindern und Familien, die Angst der Menschen vor einem sozialen Absturz, der Zerfall der Mittelschicht und die Folgen der globalen Finanzkrise sehr häufig erörtert. Man spricht jetzt zwar viel mehr über Armut, nimmt sie aber ebenso wenig als gesellschaftliches Kardinalproblem ernst wie in der Vergangenheit.

Christoph Butterwegge zeigt auf, dass in der wohlhabenden Bundesrepublik zunehmende Armut nicht konsequent bekämpft, sondern immer noch geleugnet, verharmlost und "ideologisch entsorgt" wird. So entlarvt der Autor anhand zahlreicher Beispiele jene Zerrbilder der Armut, die in Politik, Massenmedien und Wissenschaft dominieren und die Ideologie stützen (sollen), wonach "wirkliche" Not und "tatsächliches" Elend hierzulande verschwunden bzw. längst überwunden sind. Butterwegge beleuchtet die gesellschaftlichen Hintergründe der Armut und zeigt die Zusammenhänge auf, die in der Öffentlichkeit systematisch ausgeblendet werden.

Was getan werden müsste, damit sich die Kluft zwischen Arm und Reich wieder schließt, macht Butterwegge abschließend mit einem Ausblick auf mögliche Gegenstrategien in der Wirtschafts- und Sozialpolitik deutlich.

Das Buch ist im Buchhandel und beim Campus Verlag erhältlich.

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